

MiE bringt Imaging-Expertise in den „Operationssaal der Zukunft“ ein
Moderne medizinische Bildgebung trifft auf Augmented Reality, künstliche Intelligenz und robotergestützte Chirurgie
Die MiE Medical Imaging Electronics GmbH ist Teil des interdisziplinären Verbundprojekts „Operationssaal der Zukunft“ und bringt ihre langjährige Expertise im Bereich der medizinischen Bildgebung in die Entwicklung neuer Technologien für bildgestützte und robotergestützte chirurgische Eingriffe ein.
Das Projekt vereint Fachwissen aus Medizin, Medizintechnik, Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie. Gemeinsames Ziel ist es, chirurgische Eingriffe künftig noch präziser, effizienter und schonender für Patientinnen und Patienten zu gestalten.
Bildgebung, Augmented Reality und Robotik zusammenführen
Die moderne Chirurgie ist zunehmend auf die präzise Kombination anatomischer und funktioneller Informationen angewiesen. Das Projekt „Operationssaal der Zukunft“ geht diesen Ansatz konsequent weiter und verbindet medizinische Bildgebung, Augmented Reality (AR), künstliche Intelligenz (KI) und robotische Assistenzsysteme.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung einer Augmented-Reality-Lösung, die Chirurginnen und Chirurgen während eines Eingriffs zusätzliche dreidimensionale Informationen über das Operationsgebiet zur Verfügung stellt.
Die Technologie soll dabei unterstützen, Tumorstrukturen und tumorbefallene Lymphknoten präziser zu identifizieren und eine verbesserte 3D-Navigation im Operationsfeld zu ermöglichen. Indem relevante Informationen aus der medizinischen Bildgebung direkt während der Operation verfügbar gemacht werden, können Eingriffe zukünftig noch gezielter und gewebeschonender durchgeführt werden.
Die Imaging-Expertise von MiE
Seit mehr als vier Jahrzehnten entwickelt und produziert die MiE Medical Imaging Electronics GmbH Systeme und Technologien für die bildgebende Diagnostik in der Nuklearmedizin.
Im Rahmen des Projekts „Operationssaal der Zukunft“ bringt MiE dieses Know-how in die Entwicklung und technische Umsetzung der bildgebenden Komponenten der neuen OP-Umgebung ein.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der dreidimensionalen Darstellung medizinischer Bildinformationen und deren Integration in den digitalen Workflow des Operationssaals. Gemeinsam mit den weiteren Projektpartnern arbeitet MiE daran, die technologische Grundlage dafür zu schaffen, komplexe medizinische Informationen während eines Eingriffs intuitiv und unmittelbar nutzbar zu machen.
Damit erweitert das Projekt die Möglichkeiten medizinischer Bildgebung über klassische diagnostische Anwendungen hinaus: Bildinformationen können zu einem aktiven Bestandteil der chirurgischen Navigation und Entscheidungsunterstützung werden.
Ein neuer Ansatz für die bildgestützte Chirurgie
Das Augmented-Reality-Teilprojekt verfolgt das Ziel, Chirurginnen und Chirurgen durch eine dreidimensionale Navigationsunterstützung zusätzliche Informationen über das Operationsgebiet zur Verfügung zu stellen.
Neben der direkt sichtbaren Anatomie können so zusätzliche Informationen aus der medizinischen Bildgebung in die Darstellung einbezogen werden. Dies kann dazu beitragen, relevante anatomische oder pathologische Strukturen präziser zu lokalisieren und die Planung und Durchführung chirurgischer Eingriffe zu unterstützen.
Die Entwicklung ist ein wichtiger Schritt hin zu einer stärker vernetzten OP-Umgebung, in der Bildgebung, Datenverarbeitung und chirurgische Technologien in Echtzeit zusammenwirken.
Robotische Assistenz für sichere und effiziente Abläufe
Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts „Operationssaal der Zukunft“ beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung robotischer Assistenz im Operationssaal.
Bei heutigen robotergestützten Eingriffen steuern Chirurginnen und Chirurgen die Operationsinstrumente häufig über eine Konsole, während Assistenzkräfte weiterhin direkt am Operationstisch arbeiten. Im Rahmen des Projekts wird ein neues zweiarmiges Assistenzsystem untersucht, das diese Tätigkeiten unterstützen soll.
Ziel ist es, die Abläufe im Operationssaal weiter zu optimieren und gleichzeitig den Infektionsschutz zu verbessern. Gemeinsam sollen die Entwicklungen aus den Bereichen Augmented Reality und Robotik dazu beitragen, operative Eingriffe präziser, effizienter und schonender zu gestalten.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein
Am Verbundprojekt „Operationssaal der Zukunft“ sind das Kurt-Semm-Zentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), mehrere Arbeitsgruppen der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die Vater Solutions GmbH, die MiE Medical Imaging Electronics GmbH sowie die Kiel Scientific GmbH beteiligt.
Durch die Verbindung von klinischer Expertise, Ingenieurwissenschaften, Informationstechnologie, künstlicher Intelligenz, Robotik und medizinischer Bildgebung können neue Technologien über klassische Fachgrenzen hinweg entwickelt werden.
Für MiE bietet diese Zusammenarbeit zugleich die Möglichkeit, jahrzehntelange Erfahrung in der nuklearmedizinischen Bildgebung in neue Anwendungsbereiche der bildgestützten Medizin einzubringen.
Investition in die Zukunft der Chirurgie
Das Verbundprojekt wurde als Leuchtturmprojekt in Schleswig-Holstein gestartet und mit 3,4 Millionen Euro gefördert. Die Finanzierung erfolgte im Rahmen des europäischen REACT-EU-Programms über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Das Projekt zeigt, wie Technologien, die bislang häufig getrennt voneinander entwickelt und eingesetzt wurden, zunehmend zusammenwachsen können: Medizinische Bildgebung liefert detaillierte Informationen über Strukturen im Körper, digitale Technologien verarbeiten und visualisieren diese Informationen und moderne chirurgische Systeme ermöglichen es, sie für immer präzisere Eingriffe zu nutzen.
Mit seinem Beitrag zum „Operationssaal der Zukunft“ gestaltet MiE die nächste Generation der bildgestützten und digital unterstützten Chirurgie aktiv mit.




















